Wir können nicht die Welt ändern, doch können wir jemandes Welt verändern

article by: at: 15th Apr 2012 under: Nepal
Dani's children in Nepal

Rohan, Roju and Roshan with their mother Sangita in front of their room where they all live together.

Wenn Du meinen Post von letzter Woche „Amit eine Zukunft geben“ gelesen hast, dann weisst Du schon wovon ich heute berichte. Viele Frauen in Nepal haben eine vage Zukunft vor sich wenn sie von ihren Ehemännern verlassen werden. Und besonders schlimm ist es wenn sie obendrein noch Kinder haben. Dies ist das Schicksal von Kalpana und ihrem Sohn Amit von welchem ich letzte Woche berichtet habe und leider auch das von Sangita und ihren drei Kindern Rohan, Roju und Roshan.
Als ich gerade dabei war die Schulpapiere für Amit zu organisieren kam ein nepalesischer Freund zu mir in Begleitung einer Frau und ihrer drei Kinder. Sie hatte davon gehört, dass ich im Dorf war und kam zu mir um um Hilfe zu bitten. Ihr Mann verliess sie vor etwas mehr als zwei Jahren um eine andere Frau zu heiraten und obwohl sie weiss wo er sich aufhält verweigert er jegliche Unterstützung für sie oder seiner Kinder. Leider ist die nepalesische Regierung oder deren Gesetze keinerlei Hilfe da es kein Gesetz gibt welches den Vater zum Unterhalt verpflichtet.
Sangita arbeitet auf dem Bau. Mehr als zehn Stunden pro Tag schleppt sie 40 Kilo schwere Körbe voller Steine zu den Maurern. An ihren Füssen ein paar ausgetretene Badeschlappen muss sie immer noch ein Auge auf ihre Kinder halten die mit ihr auf der Baustelle sind weil sie niemanden hat der tagsüber auf sie aufpassen könnte. Mit dem wenigen Geld welches sie für ihre harte Abriet bekommt kann sie kaum genug Essen und Kleider für sich und ihre Kinder kaufen.
Nachdem ich ihre Geschichte gehört hatte habe ich meinen Freund Anish von VolNepal angerufen und ihn gefragt ob er eine Möglichkeit sähe wie wir helfen könnten alle drei Kinder von Sangita zur Schule anmelden zu können. Ohne zu zögern sagte er mir ein Stipendium für eines der Kinder zu welches er durch seine Organisation möglich machen würde. Da auch ich noch Spendengelder übrig habe verabredetet ich ein neues Treffen mit dem Direktor der Schule auf welcher ich vor nur wenigen Tagen auch den kleinen Amit angemeldet habe. Nach einigem Verhandeln mit dem Direktor erklärte dieser sich bereit einen Schulplatz gratis zur Verfügung zu stellen und somit konnte ich alle drei Kinder Sangita’s noch am gleichen Tag auf der Schule anmelden.

Ich bin ausgesprochen froh und stolz auf das was ich hier erreicht habe. In weniger als einer Woche konnte ich das Leben zweier Familien positiv verändern. Vier Kinder haben nun die Möglichkeit einer guten Schulausbildung die ihnen und ihren Müttern vielleicht ein klein wenig Hoffnung auf eine bessere Zukunft gibt. Dank der Spenden von vielen Freunden und der Hilfe von VolNepal die wirklich eine großartige Arbeit hier in Nepal leisten. Solltest Du auch irgendwann einmal den Wunsch hegen als freiwilliger hilfsbedürftige Frauen und Kinder in Nepal zu unterstützen und dabei auch noch Land und Leute wie kein Tourist kennenzulernen, kann ich Dir nur empfehlen VolNepal zu kontaktieren und deren Projekte und Aktionen auf Facebook zu verfolgen. Dein Aufenthalt in Nepal wird unvergesslich sein und Deinen Horizont erweitern.

Namaste

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