Fiestas und Stiere in Terceiras wunderschöner Hauptstadt

article by: at: 20th Jul 2011 under: Azoren
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Die Atmosphäre auf der Strasse ist ausgelassen. Menschen auf den Bürgersteigen und den Terrassen ihrer Häuser, ja einige sind sogar bis auf die Dächer gestiegen. Kleine Stände sind überall aufgebaut, verkaufen Bier und Snacks. Junge Männer mit einem Korb in jeder Hand bieten lauthals die Süssigkeiten an die sie die Strasse auf und ab tragen. Fenster und Balkone sind mit bunten Teppichen geschmückt. Einige Häuser haben die Gartenzäune und Eingänge mit dicken Brettern verbarrikadiert hinter welchen Frauen mit Regenschirmen, zum Schutz vor der Sonne, und alte Männer mit Hüten sitzen. Kinder, Jugendliche, Erwachsene… Alle Welt ist auf den Beinen und alle schauen sie wie gebannt auf einen Punkt am Ende der Strasse.

Dort, neben einer winzigen aber bunten Kapelle, steht eine enorme Holzkiste aus welcher wildes Gestampfe zu hören ist. Plötzlich ein Schuss und alle die noch auf der Strasse sind haben es im nu eilig einen Platz in einem Haus, auf einem Baum oder einer Mauer zu finden. Vier oder fünf Männer mit weissen Hemden und schwarzen Hüten halten an einem Seil fest als mit einem male die Tür der hölzernen Kiste aufspringt und ein offensichtlich verärgerter Stier herausspringt. Der hält direkt auf ein paar Mutige zu die mit ihren Armen gestikulierend versuchen die Aufmerksamkeit des Tieres auf sich zu lenken. Die Hirten halten das Seil fester und versuchen somit den Stier in einer bestimmten Zone zu halten was nicht immer ganz einfach ist. Kommt das aufgebrachte Tier erst einmal in Gang zieht es seine Aufpasser einfach hinter sich her. Dann rennt die Meute in meine Richtung und jetzt kann auch ich den Stier aus bedrohlicher Nähe sehen. Mit meiner Kamera versuche ich das Geschehen vor mir in Fokus zu halten währen ich nach einer Zuflucht suche. Der Besitzer eines Standes winkt mir zu und öffnet mir einen Spalt in der aufgestellten Bewehrung. Von dort aus beobachte ich zwei Männer die mit Regenschirm und Handtuch bewaffnet erst auf sich aufmerksam machen und dann um Haaresbreite den Hieben der Hörner ausweichen. Das ganze Spektakel dauert nur zehn oder fünfzehn Minuten, dann ziehen und schieben die Hirten den erschöpften Stier zurück in seine Kiste. Was für eine Aufregung, mein Herz rast. Jetzt brauche ich erst einmal ein Bier, welches ich bei dem Besitzer des Standes bestelle der mir Unterschlupf in meiner ersten „Corrida de toros“ bot.

Unbedingt möchte ich hier erwähnen, dass bei diesen Veranstaltungen kein Tier verletzt wird, was mir besonders gefiel.

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