Eine Hand für das Boot, eine Hand für dich selbst

article by: at: 30th Jun 2011 under: Azoren
20110627-GOPR0270

 

Das ist wohl die wichtigste Weisheit die ich während meiner ersten Überfahrt von Lanzarote auf die Azoren gelernt habe. Tiefs und Hochs sind die Hauptverantwortlichen für den Wind. In den Tiefs herrscht ein niedrigerer Luftdruck als in den Hochs und die Atmosphäre versucht diesen Unterschied auszugleichen indem Luft vom Hoch zum Tief fliesst. Das Resultat ist der Wind der in die Segel unseres Bootes und uns über den Ozean hinweg in Richtung unseres Zieles bläst. Aber er trägt auch dazu bei, dass unsere kleine Behausung auf den Wellen sich in ständiger Schräglage befindet und dies in Verbindung mit dem unaufhörlichen auf und ab der Wellen zwingt einen dazu sich jederzeit mit einer Hand irgendwo am Boot festzuhalten während man mit der anderen seine Arbeiten verrichtet. Unter diesen Umständen, in welchen es mir fast nicht möglich ist mir selbst ein Glas Wasser einzuschenken, bin ich um so mehr fasziniert von der Kochkunst unseres Skippers Maria. Auf schwacher Flamme köchelnde Eintöpfe, Hühnchen mit Kartoffeln und Gemüse und frisch gefangener, gebackener Fisch… Die Mahlzeiten sind der Höhepunkt der täglichen Routine an Bord und Maria versteht sie in Festmahle zu verwandeln.

Heute sind wir nach 108 Stunden und 749 Seemeilen auf Santa Maria angekommen. Unserer ersten Station auf den Azoren. Morgen werden wir neues Land erkunden. Um mit unseren Abenteuern hier auf dem laufenden zu sein „mag“ meine Facebook Seite oder abonniere meinen Newsletter für diesen Blog.

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