06
Sep

 

Erst letzte Woche habe ich davon gesprochen, dass es der September ist auf den ich mich am meisten hier auf Lanzarote freue und die ersten Tage in diesem Monat halten mal wieder auch allen Erwartungen stand. Das Wetter könnte nicht besser sein: Blauer Himmel, wenig Wind und obendrein noch traumhafte Sonnenuntergänge. In den letzten Stunden bevor die Sonne untergeht sind Farben und Licht einfach spektakulär. Überall sieht man Leute mit gezückten Kameras die versuchen diese magischen Momente, wenn die Sonne sich dem Horizont nähert, zu verewigen. Auf dem Lanzarote Bild dieser Woche ist der beeindruckende Strand von Famara bei Ebbe zu sehen. Schau doch mal in den Artikel welchen ich letzte Woche geschrieben habe um herauszufinden warum Famaras Strand gerade bei Niedrig Wasser so schön ist. Mit den gewaltigen Klippen Famaras im Rücken geht der Blick in diesem Bild über den von der Ebbe enthüllten, riesigen Strand zur natürlichen Skyline welche der Vulkan von Soo (etwas rechts im Bild) und die Gipfel des Tiamnfaya National Parks ausmachen. Ein Abend wie dieser in Famara ist schlicht und einfach traumhaft. Gerade hier auf Lanzarote? Dann nichts wie ab nach Famara. Den Wagen kannst Du im Dorf stehen lassen und dann von dort aus ans andere Ende des Strandes schlendern, was je nach Bummelgeschwindigkeit hin und zurück eine gute Stunde in Anspruch nimmt. Und bloss nicht die Kamera zu Hause vergessen!

An dieser Stelle möchte ich gerne eine kleine Kamera Technik mit Dir teilen, mit welcher man Sonnenuntergänge besonders gut und einfach fotografieren kann. Read the rest of this entry »

30
Aug

 

Wenn ich gefragt werde welche Saison wohl die Beste sei um Lanzarote zu besuchen, dann sage ich ohne zu zögern Herbst. Und vor allem ist September der Monat auf den ich mich das ganze Jahr am meisten freue. Wenn der Herbst anfängt scheint ein auch ein anderes Leben auf unserer schönen Insel zu beginnen. Mit einem Mal liegt ein Hauch von Frieden und Entspannung in der Luft. Die Scharen die im Sommer überall anzutreffen waren sind abgezogen, die Kinder sind wieder in der Schule zurück und es beginnt die Zeit der milden Abende ohne den sonst ständig wehenden Wind, sanftes Meer und wunderschöne Sonnenuntergänge begleiten entspannte Grillpartys am Strand. Die Atmosphäre kann nicht viel besser sein wie Du vielleicht nachvollziehen kannst wenn Du meine Freunde auf dem Foto das diesen Artikel begleitet betrachtest.
Tagsüber sind die Temperaturen nicht mehr so heiss wie im Sommer und das Meer hat genau die richtige Temperatur zum stundenlangen Baden, Schnorcheln oder Surfen. Nur im September kann man auf Lanzarote, und den anderen Kanarischen Inseln, die sogenannten “Mareas del Pino” beobachten. Sie sind ein Naturphänomen bei welchem der Tidenhub enorm hoch ist. D.h. der Unterschied zwischen Niedrig- und Hochwasser ist während der “Mareas del Pino” am grössten. Dies ist meistens Anfang September und bei Vollmond der Fall. Benannt ist dieses Ereignis zu Ehren der heiligen Jungfrau “Nuestra Señora del Pino” welche eine Verehrung der heiligen Jungfrau Maria ist. Ihre Erscheinung wird jedes Jahr am 8. September in dem Städtchen Terror auf Gran Canaria gefeiert. Wenn man einen Strand wie z.B. Famara während der “Mareas del Pino” bei Niedrigwasser besucht, wird man belohnt mit einem riesigen sandigen Spielplatz auf welchem man, vor der beindruckenden Kulisse welche die Klippen des Famara Massivs ausmachen, stundenlang spielen und schlendern kann.

Aber September ist auch der Monat in welchem einige der schönsten Volksfeste auf Lanzarote gefeiert werden. Famara, Teguise, Guatiza und Yaiza um nur einige zu nennen. Doch das Fest auf das sich wohl die ganze Insel am meisten freut ist die “Fiesta de Nuestra Señora de los Volcanes” welche in dem zu Tinajo gehörenden Dorf Mancha Blanca gefeiert wird. Mitte September pilgern tausende Einheimische und Besucher zu dem kleinen Ort um die Heilige zu ehren welche die Lavaströme die einst drohten den Ort zu zerstören aufhielt. Doch werde ich hier und heute nicht zu viel über dieses besondere Fest hier auf Lanzarote verraten, denn mit Sicherheit werde auch ich dieses Jahr wieder dort an den Festlichkeiten teilnehmen. Darum, und um mehr über die “Romeria de Los Dolores”, wie diese Festlichkeit auch genannt wird, zu erfahren, vergiss nicht hier in meinem Blog regelmäßig vorbeizuschauen. Eine gute Möglichkeit über neue und aktuelle Artikeln stehst informiert zu sein besteht darin meinen Newsletter zu abonnieren oder meine Facebook Seite zu besuchen.

Einen wundervollen September, wo auch immer Du bist.

 

Und jetzt wo es nicht mehr so heiss ist, bietet es sich doch geradezu an Lanzarotes einzigartige Landschaft bei einem netten Spaziergang zu erkunden und zu fotografieren.

 

23
Aug

 

Das habe ich schon öfter von Freunden gehört die hier bei mir auf Lanzarote zu Besuch waren. Und eigentlich haben sie damit auch recht. Pflanzen, Bäume und Gras sind nicht gerade üppig gesät auf unserer kleinen Insel und das obwohl Lanzarote vor den Vulkanausbrüchen von 1730 – 1736 als die Kornkammer der Kanaren bekannt war. Heute kann man sich es nur schwer vorstellen, dass grosse Teile Lanzarotes einmal von Kornfeldern überzogen war. Die sechs Jahre andauernden Ausbrüche haben das Gesicht Lanzarotes sehr verändert und bis zum heutigen Tage geprägt. Die Vegetation Lanzarotes hat es schwer hier Fuss zu fassen und das obwohl der Boden unter der Lavaasche sehr fruchtbar ist. Der stetige Wind und wenig Niederschlag machen es der Natur hier nicht leicht den Boden zu erobern. Doch haben die Naturgewalten welche die Insel einst so peinigten Lanzarote ein anderes, einzigartiges Vermächtnis hinterlassen. Vielleicht fehlte ein Klecks Grün auf der Farbpalette mit welcher Lanzarote gemalt wurde, aber umso intensiver sind die anderen Farben und Kontraste, vor allen Dingen der “Montañas del Fuego” (Feuerberge) wie die Vulkane im Timanfaya Nationalpark genannt werden welche im Süden der Insel aus dem bizarren Lavameer ragen. Die Hänge der Berge leuchten hier rostrot und ockerfarben, an anderen Stellen violett, kupferbraun Read the rest of this entry »

16
Aug

 

"Der Spanische staatliche Wetterdienst erwartet für diesen Sommer, im Vergleich zu den Vorjahren, einen Anstieg der Temperaturen auf Lanzarote. Der Grund für diese Prognose ist die Tendenz der seit 1998 jährlich steigenden Temperaturen als Folge der globalen Erwärmung."

 

So beginnt dieser Tage ein Artikel in einer Ausgabe der lokalen Zeitung "La Voz de Lanzarote" und vor fast genau einem Jahr haben wir hier auf Lanzarote schon einmal eine enorme Hitzewelle erlebt, wie in meinem Beitrag "Hitzewelle auf Lanzarote" vom August letzten Jahres nachzulesen ist. Wer mich kennt weiss, dass mir das Thema Umweltschutz sehr am Herzen liegt und ich denke es liegt in den Händen eines jeden Einzelnen von uns Veränderungen, seien sie noch so klein, herbeizuführen die dazu beitragen unseren Planeten für Die die nach uns kommen zu erhalten. Doch möchte ich heute keine Moralpredigten halten, sondern darüber nachdenken wo und wie wir an solchen Tagen wie wir sie letzte Woche auf Lanzarote erlebt haben der Hitze entkommen können.

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09
Aug

 

Wenn heutzutage die Rede von Salinen auf Lanzarote ist, dann sind wohl die Salinas de Janubio im Süden Lanzarotes nahe der Ortschaft von Playa Blanca die bekanntesten. Weniger bekannt dürfte die Tatsache sein, dass die Salinen auf Lanzarote bis noch vor nicht allzu langer Zeit einen Großteil der Bevölkerung ernährten. Bis zu 26 Salinen gab es in der Blütezeit auf der Insel deren Überbleibsel wir noch heute, vor allen Dingen an der Ostküste Lanzarotes sehen können. Einige der wenigen Salinen die noch Salz produzieren sind die so genannten "Salinas del Tio Alberto" in dem charmanten Dorf Los Cocoteros. Salz hat auf Lanzarote eine lange Tradition, wurde es doch benötigt um damit Fisch zu konservieren. Nicht nur in der Küche, auch auf den Schiffen welche oft wochenlang auf See unterwegs waren und nur mit Hilfe des Salzes ihren Fang unverdorben in den Hafen bringen konnten war das weisse Gold unersetzlich. Bis zu Anfang der 60iger Jahre wurden jährlich viele Tonen Salz auf Lanzarote abgebaut. Alleine die Salinas de Janubio produzierten bis zu 10 Millionen Tonen Salz pro Jahr während ihrer Hochzeiten. Doch dann trafen die ersten Gefrierkammern auf Lanzarote ein… Read the rest of this entry »